Johannes Puch zeigt die Dinge und die Menschen gern, wie sie sind, nicht wertend, nicht inszeniert, immer diskret. Authentizität in der Darstellung ist sein Credo. Es sind oft stille Bilder, die Interpreten brauchen, die Klarheit und Einfachheit schätzen. Durch die Distanz entsteht der Raum, das Wesen zu zeigen in seiner Gesamtheit, das Ding und seine Wirkung, den Menschen und seine Würde. Johannes Puch deutet nicht und zeigt in keine Richtung. Die Interpretation bleibt dem Betrachter überlassen, denn der Fotograf vertraut auf seine Urteilskraft.
Er richtet sein Set mit großer Genauigkeit und Konzentration ein, bis die Komposition so stimmig ist, dass der Laie sie nicht mehr bemerkt. Die scheinbar mühelosen und organischen Arrangements zeigen die Handschrift eines Menschen, der die Dinge zu ordnen vermag. So wird das Essentielle sichtbar, in einem Portrait wie in einem Produkt, in der Architektur wie in der Landschaft. Man sieht die Dinge und spürt die Atmosphäre, man liest in den Gesichtern und es zeigen sich eine Idee und ein Wille. Wie viel Überlegung und Sorgfalt dies den Fotografen gekostet hat, sieht man nicht.
Annemarie Pilgram-Ribitsch
Geboren 1974 in Klagenfurt
Seit ca 1991 intensive Beschäftigung mit Fotografie und SW Dunkelkammertechnik
Seit 1992 Konzertfotografie u.a. für Jazzkeller Kamot, Nights of Jazz, Verein Innenhofkultur
1999 Matura am Bundesrealgymnasium für Berufstätige
1999-2001 Studium der Germanistik und Medienkommunikation, 2001 Abbruch
Seit 2001 freier Fotograf
2008 Meisterprüfung für das Fotografen Handwerk in Linz, Oberösterreich
2011 mehrtägige Horizonterweiterung beim wunderbaren Walter Schels (BFF Ehrenmitglied), Ostseehalbinsel Zingst



